Hormontherapie in den Wechseljahren?


Neue Erkenntnisse
In den Wechseljahren kommt es zu Hitzewallungen
mauritius images / Ian Allenden / Alamy / Alamy Stock Photos
Bioidentische Hormone lindern Wechseljahresbeschwerden

Leiden Frauen unter Wechseljahres-Beschwerden, kann eine Hormontherapie helfen. Doch was gibt es zu beachten, und welche Hormone werden empfohlen?

Hitzewallungen und Schlafstörungen

Die Wechseljahre zeichnen sich durch ein Absinken der weiblichen Geschlechtshormone aus. Zuerst bildet der Körper kaum noch Progesteron, später wird auch nur noch wenig Östrogen hergestellt. Diese Zeit der Umstellung geht für viele Frauen mit Beschwerden einher. Möglich sind beispielsweise Hitzeattacken und Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Schwindel, manchmal lässt auch die Libido nach. Daneben können seelische Beschwerden auftreten wie Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen oder eine erhöhte Reizbarkeit. Auch depressive Episoden sind möglich. 

Empfehlung für bioidentische Hormone

Diesen natürlichen "Mangel" an Hormonen kann man ausgleichen, in dem man Hormone als Medikamente zu sich nimmt. Ob das sinnvoll ist oder eher schädliche Folgen hat, wird seit langem diskutiert. Der Ausgleich der Hormone vermindert die Wechseljahresbeschwerden und deren Folgen wie Osteoporose. Besonders kritisch betrachtet wurde allerdings ein erhöhtes Brustkrebsrisiko durch die Hormonersatztherapie. Mittlerweise weiß man: Das Brustkrebsrisiko besteht vor allem dann, wenn synthetische Gestagene verwendet werden. Heutzutage werden daher „bioidentische Hormone“ empfohlen – also Hormone, die genau die gleiche Struktur haben wie das natürliche Progesteron und Östrogen. 

Als Pflaster oder Gel

Die bioidentischen Hormone sollten Patient*innen idealerweise über ein Pflaster oder Gel bekommen. Dadurch treten weniger Nebenwirkungen auf als bei Tabletten, und auch das Brustkrebsrisiko ist deutlich geringer. Doch letztlich ist die Therapie der Wechseljahresbeschwerden immer eine individuelle Sache. Nicht nur die Beschwerden können unterschiedlich stark sein, sondern auch das Risiko für Folgen des Hormonmangels und für Nebenwirkungen der Behandlung. Deshalb kann in einigen Fällen auch die Kombination verschiedener Hormone oder  die Therapie mit Tabletten sinnvoll sein. Frauen, die an Wechseljahresbeschwerden leiden, sollten sich deshalb von Ihrer Frauenärzt*in beraten und begleiten lassen. Gemeinsam lässts sich dann das individuelle Risiko und der Nutzen einer Behandlung abwägen.    

Quellen: NDR.de; Frauenärzte im Netz

News

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK
Gehtraining ist Nr. 1 bei pAVK

Durchblutung verbessern

Bei der „Schaufensterkrankheit“ kann Bewegung die Gehfähigkeit deutlich verbessern. Auch wenn die Beine beim Laufen schmerzen, ist gezieltes Training wichtig. Doch es kommt darauf an, richtig zu trainieren – und Warnzeichen ernst zu nehmen.   mehr

Tabuthema Harninkontinenz
Tabuthema Harninkontinenz

Peinliche Momente müssen nicht sein

Viele Frauen im mittleren und höheren Alter leiden unter unkontrolliertem Urinverlust, doch kaum eine spricht mit ihrer Ärztin über das Thema. Möglichkeiten zu Vorbeugung und Behandlung der Inkontinenz zeigt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) auf.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im September

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Darmbakterien als Gesundheitshelfer

Probiotika im Einsatz

Ob für eine gesunde Verdauung, zur Unterstützung des Immunsystems oder als Begleiter beim Abnehmen: ... Zum Ratgeber
St. Leonhard-Apotheke
Inhaber Martin Wiesner
Telefon 08191/6 67 60
Fax 08191/7 03 01
E-Mail st.leonhard.apo@t-online.de