Tipps für die Hormongesundheit


Von Bewegung bis Plastikfasten
Tipps für die Hormongesundheit
mauritius images / Mint Images

Ohne Hormone funktioniert gar nichts im Körper. Doch ihr Regulationssystem ist komplex und kann leicht gestört werden. Endokrinolog*innen haben Tipps, wie man seinen Hormonhaushalt pflegt.

Botenstoffe im Blut

Hormone sind Botenstoffe, über die verschiedene Organe miteinander kommunizieren. Sie werden in Hormondrüsen gebildet und im Blut dorthin transportiert, wo sie ihre Wirkung entfalten sollen. Die Effekte sind vielfältig und spielen eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Insulin und Glucagon regulieren beispielsweise den Zuckerstoffwechsel, die Geschlechtshormone sind für Entwicklung und Fortpflanzung verantwortlich und in den Nebennieren werden Hormone für die Reaktion bei Gefahr gebildet. Gesteuert wird das Ganze durch Hormone des Gehirns, Hauptquelle sind Hypophyse und Hypothalamus.

Hormonstatus günstig beeinflussen

Damit der Hormonhaushalt gut funktioniert, haben europäische Endokrinolog*innen Empfehlungen zusammengetragen. Die Tipps sollen Menschen helfen, den eigenen Hormonstatus günstig zu beeinflussen.

Gesund leben. Auch für den Hormonhaushalt ist es wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Auf regelmäßigen Schlaf ist außerdem zu achten. Eine wichtige Rolle spielt die Ernährung: Die Kost soll vollwertig und vitaminreich sein, auf vorverarbeitete Nahrungsmittel ist möglichst zu verzichten.

Mangel verhindern. Hier zählt vor allem die ausreichende Versorgung mit Vitamin D (die Vorstufe für das knochenschützende Hormon Calcitriol), Jod (Bestandteil des Schilddrüsenhormons) und Kalzium (beteiligt bei der Regulation der Nebennierendrüsenhormone). Wer das über die Nahrung nicht schafft, sollte nach ärztlichem Rat Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.

Umweltgifte meiden. Dabei setzen die Expert*innen auf drei wichtige Bereiche.

  1. Plastikverpackungen. Plastik ist häufig mit hormonaktiven Umweltgiften (auch endokrine Disruptoren genannt) belastet. Vor allem sollten Verpackungen frei von Bisphenol A sein (BPA). Dafür weicht man am besten auf Glas- oder Stahlbehälter aus. Wasser lässt sich gut aus der Leitung entnehmen, dadurch vermeidet man Plastikflaschen.
  2. Hausstaub. Hausstaub ist oft mit hormonaktiven Substanzen belastet. Durch Putzen, Saugen (mit Filter!) und regelmäßiges Lüften lässt sich die Luft im Haus verbessern.
  3. Kosmetika. Viele Inhaltsstoffe in Pflegeprodukten oder Kosmetika haben Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Besonders trifft dies auf Phthalate, Parabene oder Triclosan zu. Sie sollte man zur Hormongesundheit auf jeden Fall meiden – nicht nur bei sich selbst. Ganz besonders wichtig ist dies bei den Pflegeprodukten für den Nachwuchs.

Quelle: Ärztezeitung

News

Früherkennung ist Trumpf
Früherkennung ist Trumpf

Neugeborenenscreening wird erweitert

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.   mehr

Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung
Neue Empfehlung zur Dengue-Impfung

Reisen in Risikogebiete

Von Thailand bis in die Karibik: Denguefieber-Infektionen drohen in zahlreichen Reisegebieten. Bisher empfiehlt die STIKO die Impfung nur Personen, die sich bereits einmal damit infiziert haben. Die Deutsche Gesellschaft für Reisemedizin sieht das anders.   mehr

Was hilft beim Einschlafen?
Was hilft beim Einschlafen?

Geräusche oder Musik

Probleme beim Einschlafen sind weit verbreitet. Manche Menschen versuchen, sich mit entspannender Musik oder Geräuschen in den Schlaf zu wiegen. Funktioniert das?   mehr

Finger weg von Lachgas!
Jugendlicher füllt Lachgas aus einer Kartusche in einen Luftballon

Nervenschäden möglich

In kleine bunte Ballons verpackt kommt Lachgas erst einmal recht harmlos daher. Außerdem ist es günstig, leicht zu beschaffen und legal – alles Eigenschaften, die es als Partydroge bei Jugendlichen sehr beliebt macht. Doch wie bei jeder Droge drohen auch bei Lachgas ernste gesundheitliche Folgen.   mehr

Beim Entwässern auf Natrium achten
Beim Entwässern auf Natrium achten

Vorsicht mit Diuretika

Entwässerungsmittel werden bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkstoffgruppe, die Thiazide, führt häufig zu einem Natriummangel im Blut. Und das vor allem zu Beginn der Therapie.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Mai

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Was tun, wenn das Kind fiebert?

Temperaturalarm im Kinderzimmer

Wie misst man die Temperatur am besten? Muss man Fieber senken? Und vor allem: Wann muss das Fieberk ... Zum Ratgeber
St. Leonhard-Apotheke
Inhaber Martin Wiesner
Telefon 08191/6 67 60
Fax 08191/7 03 01
E-Mail st.leonhard.apo@t-online.de